Laboruntersuchungen

Unser anwendungstechnisches Labor verfügt über umfangreiche Untersuchungsmöglichkeiten zur Analyse von neuen und gebrauchten Filterelementen. Unsere erfahrenen Technologen erstellen auf Basis der Untersuchungsergebnisse einen umfangreichen Laborbericht und werten die Ergebnisse qualitativ aus.

Untersuchungsvarianten

Grunduntersuchung (für Zustandsbeschreibung)

  • Visuelle Untersuchung (VU) des Schlauches auf Merkmale von:
    • Schädigung,
    • Übermaß, Schrumpf
    • chemisches Verhalten,
    • Abrasion,
    • Stützkörpereinwirkung,
    • Montagefehler,
    • Temperatureinwirkung
  • Durchführung der Luftdurchlässigkeitsuntersuchung (LD)
  • Bestimmung des Flächengewichts (FG)
  • Aufnahme eines Querschnittsfotos (QF)
  • Erstellen eines Untersuchungsberichtes mit Zustandsbeschreibung (UB), Dokumentation der gesamten Untersuchung wie gemessene Werte und Ergebnisse sowie der visuellen Begutachtung mittels Bildern.
  • Entsorgung der Abfallstücke (AE) bei kontaminierten, gebrauchten Filterelementen als Sondermüll. Gebrauchte Filterelemente werden grundsätzlich nicht zurückgesandt.
  • Untersuchungen von Filtermedien, die mit aggressiven, toxischen oder anderweitig gesundheitsschädlichen Substanzen kontaminiert sind, erfordern einen erhöhten Sicherheitsaufwand bei der Bearbeitung und der Entsorgung.

Grunduntersuchung (für Schadensbeschreibungen und Standzeitprognosen)

  • Visuelle Untersuchung (VU) des Schlauches wie bei Grunduntersuchung
  • Luftdurchlässigkeitsuntersuchung (LD) nach DIN an Stücken des Filtermediums entsprechend der Einbausituation (bei Schläuchen z. B. oben, mitte, unten) im angelieferten und abgepulsten Zustand.
  • Bestimmung des Flächengewichts (FG) an Stücken des Filtermediums
  • Durchführung einer Messung des Kraft- und Dehnungsverhaltens (KD) einer Probe (Mindestlänge 60-70 cm) nach DIN. Hieraus lassen sich dann Empfehlungen für die verbleibende Restlebensdauer abschätzen.
  • Aufnahme eines Querschnittsfotos (QF) einer repräsentativen Materialprobe in einer Vergrößerung von 16x bis 20x zur Ermittlung des Penetrationsgrades mit Entstaubungsgut.
  • Erstellen eines Untersuchungsberichtes mit Zustands-, Schadensbeschreibung und der Abschätzung der verbleibenden Restlebensdauer, Dokumentation der gesamten Untersuchung wie gemessene Werte und Ergebnisse sowie der visuellen Begutachtung mittels Bildern.
  • Entsorgung der Abfallstücke (AE) bei kontaminierten, gebrauchten Filterelementen als Sondermüll. Gebrauchte Filterelemente werden grundsätzlich nicht zurückgesandt.

Weitergehende Untersuchungen, Einzeluntersuchungen

Ergänzend zu der Grunduntersuchung oder als Einzeluntersuchung mit kurzer Ergebnisdokumentation können die folgenden Untersuchungsarten durchgeführt werden:

K/D – Verhalten (KD)
Durchführung einer Messung des Kraft- und Dehnungsverhaltens der Probe (Mindestlänge 60-70 cm). Um diese Untersuchung durchführen zu können, muss die entsprechende Probe gewaschen werden. Aus dem K/D-Verhalten der Probe im Vergleich zu den Neuwerten des Materials lassen sich Rückschlüsse auf Schädigungen ziehen die das Material während seines Einsatzes erfahren hat. Schädigende Einflüsse können z. B. hohe Temperatur und überhöhte Schadstoffkonzentrationen sein.

Weiterreißfestigkeit (WRF)
Gemessen wird die Kraft, die benötigt wird, die Probe in Richtung eines schon bestehenden Risses weiterzureissen. Proben Größe von 50 x 30cm notwendig.

Nahtfestigkeit (NF)
Das Kraft- Dehnungsverhalten eines Nähfadens wird bestimmt

Flächengewicht (FG)
Hierbei wird an einigen Proben des eingelieferten Filtermediums das Flächengewicht (g/cm²) in verschmutztem und abgepulstem Zustand ermittelt. Im Vergleich zum Flächengewicht einer unbeaufschlagten Probe lässt sich die Menge an eingelagerten Stoffen im Filtermedium bestimmen.

Fotografische Dokumentation
Neben dem obligatorischen Querschnittsfoto (QF) werden Vergrößerungsfotos der Filtermedienoberfläche (OF) und des Staubes (SF) angefertigt.

REM-Aufnahmen
Es werden Fotos von REM-Vergrößerungen der Einzelfaser (REMF), der Oberfläche (REMO) oder Teilen des Querschnittes ( REMQ) des Filtermediums aufgenommen.

Kornbandanalyse (KBA)
Von einer repräsentativen Probe (mindestens 1 Liter) wird die Korngrößenverteilung ermittelt.

Schmelzpunktbestimmung
Der Schmelzpunkt eines Filterträgers (SMPT) oder des Filtervlieses (SMPV) wird ermittelt.

Polymerbestimmung
Die Art des Polymers eines Filterträgers (PBT) oder des Filtervlieses (PBV) wird bestimmt

Viskosität (VK)
Das Maß für die Schädigung der Grundmaterialien durch chemischen und thermischen Polymerabbau, bzw. Vernetzung wird bestimmt.

Dicke (D)
Die Dicke eines Filtermediums wird bestimmt.

Ausrüstung (AR)
Die Art der chemischen Ausrüstung eines Filtermediums wird bestimmt.

pH -Wert Bestimmung (PH)
Vom Staub oder vom Abströmvlies des zu untersuchenden Filterelement

EDAX-Analyse (EDAX)
Durchführung einer halbqualitativen Analyse einer Substanz (Elementen-Zusammensetzung).

Chemische Analyse (CA)
Ermittlung von qualitativem und quantitativem Gehalt an Elementen in einer Substanz- oder Flüssigkeitsprobe.

Vermaßen (VM)
Vermaßen der Länge, Breite und Dicke sowie anderer fertigungsrelevanter Größen eines neuen und ungebrauchten Filterelementes für die anschließende Fertigung. Erstellung einer Fertigungszeichnung zum alleinigen Gebrauch der Heimbach-Fertigung. Folgt im Anschluss an die Vermaßung ein Auftrag über den entsprechenden Filterkörper, wird der Preis mit dem Auftrag verrechnet.

VDI 3926 – Standard Prüfung zur vergleichenden Bewertung von abreinigbaren Filtermedien
Untersuchung eines Filtermediums (Nadelfilz oder ähnliches Flächengebilde) entsprechend der VDI 3926 ( DIN/ISO 11057).Eine Filterronde wird mit Teststaub (Pural NF, Pural SB) oder einem dosierbaren Staub aus einer Anwendung hinsichtlich des Differenzdruck-, Rückreinigungs- und Abscheideverhaltens getestet.

Beprobung Vorort (BVO)
Um bei der Zustands- oder Schadensbeschreibung den Einfluß der Ein- und Anbauteile des Filterschlauches, des Prozesses sowie der besonderen Einbausituation jedes einzelnen zur Untersuchung anstehenden Filterschlauches mit aufzunehmen, ist es sinnvoll und oft unumgänglich den jeweiligen Filterschlauch durch die untersuchende Stelle direkt beproben zu lassen. Der Preis richtet sich nach dem dabei einzusetzenden Aufwand und wird nach den Stundensätzen für TASK®-Einsätze abgerechnet.